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Burg Stahleck


55422 Bacharach

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Lage
Die Burg Stahleck liegt auf der linken Rheinseite bei Bacharach, knapp 50 km südlich von Koblenz. Sie beherbergt eine der schönsten Jugendherbergen Deutschlands. Innenbesichtigungen sind daher nicht möglich, aber schon die Aussicht über das Rheintal lohnt die Besteigung.

Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wird die Burg 1135 als kurkölnisches Lehen. Sie wurde als erste größere Burg nördlich von Rüdesheim und Bingen errichtet, um das Viertälergebiet um Bacharach zu sichern. 1142 wird Herrmann von Stahleck Pfalzgraf bei Rhein und Kurfürst. 1214 fällt Stahleck durch Erbheirat an die Wittelsbacher, wo es bis 1802 verbleibt. Im Dreißigjährigen Krieg wird die Burg mehrfach erobert und verwüstet. Die reparierte Burg wird endgültig im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 zur Ruine, wie die meisten Burgen im Oberen Mittelrheintal.

Im 19. Jahrhundert gehörte die Burg zum persönlichen Besitz des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der sie 1829 seiner Gattin schenkte. Vor der Besichtigung hatten eifrige Untertanen den "mittelalterlichen Schutt" planiert, so dass ein Wiederaufbau unterblieb. Erst ab 1909, als die Burg Eigentum des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., Köln, wurde, begannen Sicherungsarbeiten an Ring- und Schildmauer. Ab 1925 wurde die Burg auf den Grundmauern des Palas zur Jugendherberge wiederaufgebaut. Im Dritten Reich war auf Stahleck ein Jugendumerziehungslager eingerichtet. Seit Kriegsende ist die Burg wieder Jugendherberge. Sie ist inzwischen vom Rheinischen Verein in Erbpacht an das Jugendherbergswerk Rheinland-Pfalz gegeben worden.

Heute
Die neu errichteten Gebäude sind - da Jugendherberge - nicht zu besichtigen. Der Hof ist zugänglich und da er zur Rheinseite nur durch eine niedrige Brüstung abgeschlossen ist ergibt sich ein schöner Blick über das Rheintal. An mittelalterlichen Resten ist vor allem die Schildmauer zur Bergseite (als einzige der Region mit einem Wassergraben versehen) zu erwähnen. Auch in der Ringmauer lassen sich alte Reste noch gut erkennen. Einen besonders eindrucksvollen Blick auf Burg und Rheintal hat man nach eine kurzen Aufstieg auf eine über der Burg liegende Plattform.